Hauptstadtheldin's Blog

Ein anderes Wort für den schönsten Ort der Welt heißt Berlin. Oder Rom!?

Arrivederci. 2. Februar 2010

Einsortiert unter: Wohnst du noch oder lebst du schon? — hauptstadtheldin @ 22:49


Rom, mio amore. Du hast es mir nicht leicht gemacht. Für Touristen bist du die ewige Stadt. Für Erasmus-Studenten wohl eher die Hölle. Obwohl man den Himmel für einen Euro mit der Metro erreichen kann.
4 Monate hast du mich ertragen und ich dich. Zusammen haben wir uns alles angeschaut. Wenn ich schlecht gelaunt war, hast du mich mit Regen bestraft. Und Pakistani mitregnen lassen. Wenn ich auf dem letzten Loch pfiff, schenkest du mir eine Bar auf dem Weg und wenn ich gar all’ zu verzweifelt war, schicktest du mir einen italienischen Jüngling, der mir den Weg zeigt. Ich habe dafür jeden Stein umgedreht, besuchte jede Kirche und habe fleißig alle Eintrittsgelder dieser Welt bezahlt. Zusammen haben wir es uns gut gehen lassen, wir haben gelacht und geweint, uns gehasst und uns geliebt. Wir bekamen Kopfschmerzen vom Wein und Schwindelgefühle vom Weihrauch, wir durchlitten endlos lange Busfahrten und wollten hinterher beide sterben. Aber du bist ewig. Deswegen hast du mir viel beigebracht, über Menschen und Mentalitäten, Kultur und Mangiare. Wenn ich dachte, deine Geheimnisse zu kennen, hast du mir neue aufgegeben. Und wenn du dachtest, ich hätte mich an das „grande casino“ gewöhnt, habe ich mich von neuem aufgeregt. Du hast mich schockiert, verängstigt, aber auch überrascht und zum Lachen gebracht. Ich habe dich verflucht, du mich. Am Ende haben wir uns immer vertragen.
Roma, mio amore. Arrivederci – das heißt auf Wiedersehen. Wir sehen uns.

 

Ciao Bella! 22. Januar 2010

Einsortiert unter: Wohnst du noch oder lebst du schon? — hauptstadtheldin @ 20:56

Ihr Lieben,

meine Zeit in Rom ist nun fast vorbei. Ich bin mit Lernen beschäftigt und wenn ich nicht gerade eine fette Erkältung habe, dann gehe ich zum Sport oder shoppen, oder wie gesagt, stecke meine Nase ins Wörterbuch. Deswegen möchte ich mich hiermit erst einmal von euch verabschieden. Nach diesem Posting wird es noch ein einziges Posting geben: Wenn ich Rom endgültig Tschüß sage.

Es war schön, zu wissen, dass ihr mit mir leidet, euch aber euch auch mit mir freut!

Fühlt euch gedrückt! Und tschüß!

 

Foto der Woche 22. Januar 2010

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So muss das Paradies sein.

So muss das Paradies sein!

 

Ich habe da mal ‘ne Frage… 14. Dezember 2009

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Wenn ich eine Antwort finde, gibt es das Foto der Woche zum Beweis!

 

10 Dinge, die man in Rom machen muss 5. Dezember 2009

Einsortiert unter: 10 Dinge — hauptstadtheldin @ 19:25

1 Schon aus Protest: Caffè Latte nach elf Uhr trinken – und zwar im Caffè Greco, wo schon Goethe Koffein schlürfte
2 Bei Sonnenschein von der Trinità dei Monti über die Stadt gucken
3 Busfahren zur Hauptverkehrszeit oder nach dem Streik
4 In einer völlig skurrilen Situation einfach mal lachen
5 Caffè und Panino to go kaufen, beim Laufen essen und dabei die erstaunten italienischen Gesichter beobachten
6 Vom Zentrum bis nach Hause laufen
7 In eine Touristenfalle tappen und sich hinterher furchtbar aufregen
8 Schwarz fahren
9 Amerikanische Touristen mimen und Fotos mit Carabinieri machen
10 Shoppen, ohne über den Kontostand nachzudenken

 

ich liebe berlin. aber rom ist auch nicht schlecht. 3. Dezember 2009

Einsortiert unter: Wohnst du noch oder lebst du schon? — hauptstadtheldin @ 22:19

Ich weiß, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet. Aber wie immer ist das ein gutes Zeichen: Denn es heißt, dass ich lebe. Capisci?

Von vorne: Vor kurzem hatte ich Besuch von einer Freundin, ein weiterer Kumpel, auch Erasmus, allerdings in Pisa (was mir ja leid tut *g*) war zeitgleich da. Und dann haben wir zum ersten Mal das gemacht, was Jugendliche und Halbgewalkte hier so abends machen. Nämlich einen drauf. Wir sind Aperitivi trinken gegangen (lecker Sprizz kostet ja nur acht Euro) und haben uns danach verbotenerweise *huihui* Wein auf der Spanischen Treppe gegönnt. Es war herrlich meinen Freunden, den italienischen Möchte-Gern-Ragazzi, bei der Jagd zu zu schauen (irgendeine wird schon ja sagen), den aufgemiezten Bella-Figura-Ragazzen beim Stolpern mit ihren Pfennigabsätzen die Daumen zu drücken und den, ich will nicht rassistisch sein, also: Asiaten beim Rosen- oder Bunte-in-die-Luft-Abhebe-Dings-Verkaufen zu zu sehen. Nirgendwo anders kann man so gemütlich sitzen, so viel dämliches Zeug quatschen und trotzdem noch so kulturell wertvoll positioniert sein wie hier.

Gegen drei war dann aber klar. 1. Wir müssen aufs Klo und 2. Metro fährt nicht mehr. Also: Laufen. Wir sind quer durch die Stadt, haben laut gelacht, sind mal eben am Patheon vorbei auf nen kleinen Abstecher an den Trevi-Brunnen. Und ja, ich habe es geschafft. Der Trevi-Brunnen war erleuchtet und außer uns nur fünf andere Leute da. Wir konnten Bilder machen, ohne Ellenbogen auszufahren, wir konnten Mätzchen machen und sogar mit den Carabinieri scherzen. Das ich das noch erleben durfte!

Um es abzukürzen: Der Weg führte uns noch zwanzig Minuten auf den verlassenen Touristenmeilen weiter bis wir endlich am Termini ankamen. Es ging mit dem Nachtbus nach Hause und war die Hölle. Aber eins ist passiert. Mitten der schlimmsten Höllenqualen, dem größten Getümmel eines viel zu überfüllten Nachtbuses ohne Sauerstoff, der größten Hitze und dem Schweißtropfen, der höchst unverschämt an mir herunter lief, habe ich es bemerkt und musste lächeln.

Ich bin angekommen. So richtig.

PS: Termini ist übrigens über Nacht geschlossen und es gibt auch keine Cheeseburger mehr bei McDonalds.

 

foto der woche 3. Dezember 2009

Einsortiert unter: foto der woche — hauptstadtheldin @ 21:53

 

foto der woche 5. November 2009

Einsortiert unter: foto der woche — hauptstadtheldin @ 20:32

Beeindruckend auch für Kunst-MUffel: Michelangelos Pieta

 

Strada senza Uscita 5. November 2009

Einsortiert unter: Wohnst du noch oder lebst du schon? — hauptstadtheldin @ 20:27

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— Straße ohne Ausgang–

Genau das ist Rom. Erst mal drin, findest du die Notbremse nicht mehr. Nach vier Wochen Rom habe ich beschlossen, mich der Kultur und der Geschichte dieser Stadt zu stellen. Ein Fehler, nicht nur, weil die Eintrittsgelder teuer sind, sondern permanent Touristen meinen Weg kreuzen. Klar, man könnte jetzt behaupten, ich wäre einer von ihnen. Nein, wie auch zu Hause pflege ich hier meine Haupstadtarroganz und fühle mich als Römer. Schließlich habe ich eine eigene Tasse hier.

Aber zurück zum Thema. Museen, Kirchen, Gallerien – von allem gibt es hier zu viel. Alles schaffen ist nicht möglich, nicht in hundert Jahren. Also versuche ich wenigstens die wichtigsten Sachen abzuhaken. Aber jedes Mal, wenn ich etwas „erledigt“ habe, falle ich über fünf nächste super wichtige Stolpersteine der Kultur.

So auch heute. Ich war in der Villa Borghese und sah endlich Berninis David sowie Apoll und Daphne. Innerlich setzte ich wieder einen Haken. Zufrieden und hach so kulturell gesättigt. Doch Rom lacht immer zuletzt. Gehässig. Im Shop kaufe ich mir ein Buch über meinen neuen Lieblingsbarock-Künstler Bernini und entdecke, welche wirklich wichtigen Werke ich noch nicht gesehen habe. Deprimiert mache ich mich auf den Rückweg und will mich mit Shoppen ablenken.

Ein niedliches blaues „Made-in-Italy“-Kleid kommt da genau gelegen. Doch die Freude reicht genau fünf Minuten. Da kreuzt nämlich die Galleria Doria Pamphilij meinen Weg. Laut Werbung für das teure Eintrittsgeld hängt hier das Innozenz-Portrait von Velazquez, welches wiederum Francis Bacon inspiriert hat. Muss man gesehen haben.

 

buchtipp von der kennerin 26. Oktober 2009

Einsortiert unter: buchtipp — hauptstadtheldin @ 20:50

„gebrauchsanweisung für rom“ von birgit schönau

 

 
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